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Über mich...

Mein Name ist Stephan Merk. Geboren bin ich am 29. Juli 1975 in Soltau, einer kleinen Stadt inmitten der Lüneburger Heide. Die ersten Jahre bin ich im etwa 20 km entfernten Munster aufgewachsen. 1980 zogen meine Eltern mit mir nach Hannover, damit ich das Landesbildungszentrum für Blinde besuchen und mein Elternhaus behalten konnte. 1989 wechselte ich nach der 7. Klasse auf die Deutsche Blindenstudienanstalt in Marburg und erreichte dort 1996 das Abitur. Vom 1. Oktober 1996 bis zum 30. September 1998 machte ich eine Ausbildung zum Inspektorenanwärter im nichttechnischen gehobenen Verwaltungsdienst an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Diese habe ich jedoch abbrechen müssen, weil zahlreiche Schwierigkeiten während der Ausbildung aufgrund meiner Sehbehinderung aufgetreten sind. Im September 1998 habe ich den Studiengang Informatik an der Fachhochschule Gießen-Friedberg begonnen und war bestrebt, im dortigen Blindenzentrum mein Studium zu vollenden. Allerdings gab es einige Schwierigkeiten bei der Durchführung dieses Zentrums, weshalb ich nach langem Engagement und viel Geduld das Studium 1999 abgebrochen habe, weitere Studierende folgten.

Ein weiterer Grund für die Studienaufgabe war der Schritt in die Selbständigkeit, den ich parallel vollzogen habe und bis heute nicht bereue. 1998 startete ich mit der unabhängigen Hilfsmittelberatung HBM, die ich 1999 in eine exklusive Beratungsstelle eines kleinen Hilfsmittelanbieters umfirmierte. Bis April 2005 habe ich beratend bei Marketing-, Entwicklungs- und Vertriebsfragen dem Inhaber zur Seite gestanden. Im Außendienst betreute ich die Gebiete Nord- und Mittelhessen, Nordrhein-Westfalen und Süd-Niedersachsen. Trotz guter Auftragslage konnte ich zwar die laufenden Kosten decken, jedoch war die Ertragslage nur mäßig. Dies lag nicht zuletzt an den Kostendämpfungen und Budgetierungen der gesetzlichen Krankenkassen und Kostenträgern. Da sich das Unternehmen zudem nicht mehr an der bisherigen Philosophie der unabhängigen Beratung orientierte und nicht zuletzt aus persönlichen Differenzen mit der Geschäftsführung, habe ich diese Zusammenarbeit im April 2005 beendet. Am selben Tag startete ich Mit BLINtec ein Projekt, dessen Philosophie der Unabhängigkeit sehr nahe kommt und über ein reichhaltiges, firmenübergreifendes Produktportfolio verfügt. Im Laufe der Zeit allerdings verlagerte sich der Schwerpunkt auf tragbare und mobile Kommunikationssysteme für blinde Menschen, so dass BLINtec nach unserem Kenntnisstand bundesweit das einzige Unternehmen ist, dass dieses kleine Marktsegment umfassend und kompetent bedient. Dieser Schritt führte dazu, dass wir mit BLINtec sowohl bundesweit, als auch in Österreich, marktführender Anbieter des Bildschirmlesers "Mobile Speak" des spanischen Herstellers Code Factory S. L. sind, mit dessen Hilfe sämtliche Mobiltelefone und Pocket PCs zum Sprechen gebracht und für blinde nutzbar gemacht werden können. Seit 2008 bedienen wir als Fa. Merk den hiesigen Markt mit Mobiltelefonen, Computersystemen, Multimedia- und Mobilfunkprodukten und haben uns so ein weiteres Standbein im ständig wechselnden Markt verschafft.

Seit vielen Jahren befasse ich mich intensiv mit dem Thema Hilfsmittel für Blinde und Sehbehinderte, nicht zuletzt deshalb, weil ich aufgrund meiner eigenen hochgradigen Sehbehinderung auf diverse technischen Hilfen angewiesen bin. So habe ich ab Mitte der 90er Jahre einige Messe- und Testberichte geschrieben und wirkte beim Projekt "Experten helfen Behinderten" mit. Da ich den Markt in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich beobachten konnte und alle Perspektiven (Kunde, Behörde, Entwicklung, Vertrieb, Schulung) aktiv und intensiv kennen gelernt habe, bin ich in der Lage, Hilfsmittel qualitativ und anwenderorientiert zu beurteilen. Das gesammelte Wissen und meine Erfahrungen stehen auf diesen Webseiten bereit.

Im Jahre 2009 unterstützte ich aktiv den Dunkelkaufhaus Wetzlar e. V., ein Verein, der das erste Dunkelkaufhaus in Deutschland (Wetzlar, mittelhessen) installierte und betreibt. In einer einstündigen Führung erleben die Besucher, wie sich beim Wegfall des Sehens die anderen Sinne schärfen. Hier wird gerochen, gefühlt und experimentiert. Als Ausgleich zum Tagesgeschäft und persönlichem Engagement führte ich die Besucher durch das Dunkelkaufhaus und half ebenso bei der Gestaltung und Instandsetzung mit, soweit es meine Zeit ermöglichte. Von diesem Projekt bin ich sehr überzeugt, musste allerdings die Mitwirkung aus Zeitgründen einstellen.

In meiner  Freizeit widme ich mich zahlreichen Interessen und Hobbys. 1998 legte ich die Prüfung für Funkamateure in Hannover ab. Ferner interessiere ich mich für fast alle Musikrichtungen, habe auch selbst schon viel Musik gemacht und befasse mich auch mit Hi-Fi, wobei mein Ziel das natürliche und unverfälschliche Wiedergeben von Musik ist. Aber auch Tiere, Natur, soziale und psychologische Themen gehören zu meinem Interessensbereich. 2002 habe ich meine langjährige Freundin Liane geheiratet und lebe seit Oktober 2005 im beschaulichen Örtchen Fronhausen, das zwischen Marburg und Gießen gelegen ist.

Mein Amateurfunkrufzeichen: DL 7 FOS


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Stand: 24. August 2010 22:28:53 +0200